Hallo zusammen,
da Lars und meine Wenigkeit neulich die interessante Frage erörterten, warum man beim Meditieren Richtung Norden sitzen sollte, habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht...na ja, eigentlich Sachen, welche ich selbst mal so gelehrt bekam....
Also zunächst sollte man nur die sitzende Versenkung als Meditation benennen. Alles andere ist im Sinne des Yoga keine richtige Medi.
Die Meister raten dabei, sitzend im Lotus, Halblotus oder Schneidersitz (es geht aber auch ein Stuhl/Sessel) - Hautsache ist, dass der Rücken gerade gehalten wird (bzw. der "Bogen gespannt werden kann"). Das Gesicht sollte dabei beim Sonnenauf- und -untergang diesem zugewandt sein, ansonsten sollte man -insbesondere bei Nacht - mit dem Gesicht nach Norden sitzen.
Nun, warum ist das so?
Die einfachste Erklärung: Weil die Meister es sagen!
So!
Und gut!
Wer es doch etwas genauer möchte: Es hängt zum einen mit dem Erdmagnetismus zusammen, zum anderen mit den Prana-Strömen. Beide bedingen teilweise einander.
Wer einmal über die Sonne meditieren möchte, der wird irgendwann feststellen dürfen, dass die Strahlen der Sonne "röhrenförmig" sind. In diesen Röhren wird Prana zur Erde transportiert. Nun ist es jedoch so, dass diese Strahlen an der Erdatmosphäre gebrochen werden.
Diese Brechung ist im Morgengrauen und zur Abenddämmerung am geringsten, d.h. es kommt verstärkt Prana zur Erde.
In der Morgendämmerung kommt hilfreich hinzu, dass die Luftschichten (noch) nicht aufgeheizt sind, so dass jetzt am meisten Prana bis zum Erdboden -und somit zu uns- gelangen kann.
In der Abenddämmerung fallen diese Strahlen jedoch oft auf aufgeheizte Luftschichten, so dass Prana nicht mehr voll umfänglich durchkommt. Daher ist die Morgendämmerung der Abenddämmerung vorzuziehen.
Nehmen wir hierzu die Asana "Sonnengruss" als Beispiel, so wird auch hier deutlich: gegrüsst wird die aufgehende Sonne!
Warum?
Weil man den Ankommenden grüsst, nicht den Scheidenden!
Und warum nach Norden?
Nun, einerseits natürlich, weil eine heisse Sonne für den Körper an sich schon nicht gesund ist.
Andererseits aber richten wir nach Norden unseren Körper auch in Richtung der magnetischen Ströme - und somit der pranischen Ströme - aus. So kann durch die Medula Oblongata verstärkt pranisches Licht in unseren Körper gelangen. Durch das aufrechte Sitzen wird die Verbindung Erde/Himmel oder genauer der Erdung/höhere Sphären hergestellt, irgendwann die Schwerkraft umgekehrt (Körperkundalini und Co.).
Nehmen wir jetzt den Körper als geometrisches Gebilde, so stellt sich ein in richtiger Haltung Sitzender folgendermassen dar:
Füsse im Lotus/Halblotus/Schneidersitz: Ein Dreieck wird gebildet, Spitze zum Wurzelchakra.
Der Oberkörper Schultern/Hüfte bildet ebenfalls ein Dreieck in Richtung Wurzelchakra.
Der Kopf ist für sich ein extra Gebilde der Planetenkonstellation und entspricht wie diesen einem Ei oder Rundkörper.
Wird der "Bogen gespannt" (d.h. die Wirbelsäule wird als sog. Hohlkreuz abgebildet), so verkürzt sich der Shushumna-Kanal (Kundalini "Aufstiegskanal") und bildet eine "Art Rampe".
Prana kann so ungehindert in uns einfliessen, die Ausrichtung des Gesichts (6. Chakra/ 3. Auge) nach Norden, zwei Dreiecke mit der Spitze zueinander ohne sich zu durchdringen und dazu die geeignete Pranayama Technik: Ein androgynes Wesen mit "pulsarischem" Moment ist entstanden.
Na...bin ich vielleicht etwas abgeschweift...werde schon senil...
Mal zurück: Der Norden kommt laut den Rishis (Sehern) der Veden aber auch daher, dass das Göttliche anscheinend von Norden kam. Hier wird auf die Legende der Hyperboräer angespielt. Ein uraltes Volk, welches von einigen der Sagenwelt zugeordnet wird, von anderen der inneren Erde, von wieder anderen als Ausserirdische.
Die sog. etablierte Wissenschaft ignoriert Hinweise bislang. Jetzt dürft Ihr Euch selbst heraussuchen, was Euch am besten gefällt.
Soweit also meine geistigen Verirrungen hierzu.
Wem dies jetzt zu verworren war - macht nichts!
Haltet Euch einfach weiter an Euren Meister und tut es einfach!
Ach so....noch kein Meister?
Tut es trotzdem...vielleicht findet Ihr
dann einen...
Euch noch ein schönes Wochenende
Woherwig